Das Modul “Konfiguration” bietet Funktionalität zur Einstellung grundlegender Mechaniken sowie dem Hinterlegen wichtiger Informationen in myBusiness Supplier. So können modulweit neue Prozesse in die Anwendung geladen werden, welche viele Aufgaben – beispielsweise in der Marktkommunikation – automatisiert erledigen. Zudem kann hier ein neues Standardlastprofil importiert werden. Dieses dient beispielsweise zur Berechnung von Prognosewerten für Zählerstände und Rechnungen.

Tabelle. Verfügbare Aktionen für das Modul “Konfiguration”.

Symbol

Aktion

Bedeutung

 

BPM-Prozesse importieren...

Einen neuen Activiti-Prozess hochladen bzw. einen bestehenden Prozess aktualisieren.

 

Lastprofil importieren...

Ein neues Standardlastprofil in der Anwendung hinterlegen. Zur Auswahl stehen die Formate Edifact oder CSV.

Datenbankabfragen

Unter dem Menüpunkt “Datenbankabfragen” können SQL-Abfragen an die Datenbank erstellt und verwaltet werden. Mit den erstellten Abfragen können Auswertungen über das System durchgeführt sowie die Ergebnisse der Abfragen zeitgesteuert als CSV im Dateisystem abgelegt werden.

Übersicht der Datenbankabfragen

Abbildung. Übersicht bereits angelegter, wiederverwendbarer Datenbankabfragen.

Tabelle. Spalten der Tabelle “Datenbankabfragen” und ihre Bedeutung.

Spaltenname

Bedeutung

Titel

Wie heißt die Abfrage?

Beschreibung

Kurze Typ-Beschreibung zur Gruppierung

Nächstes Ausführungsdatum

Datum und Zeit der nächsten zeitgesteuerten Ausführung dieser Abfrage (und der Ablage der Ergebnisse im Dateisystem), s. u.

Intervall

Turnus der zeitgesteuerten Ausführung dieser Abfrage (und der Ablage der Ergebnisse im Dateisystem), s. u.

Für Startseite benutzen

Sollen die Ergebnisse der SQL-Abfrage für die Startseite
verwendet werden können?

Über die Aktionsleiste können eine Vorschau der Ergebnisse der Datenbank-Abfrage angezeigt sowie die kompletten Ergebnisse exportiert werden.

Datenbankabfragen anlegen und bearbeiten

Klicken Sie auf “+” über der Liste der Datenbankabfragen, um eine neue Datenbankabfrage anzulegen. Zur Detailansicht und zum Bearbeiten vorhandener Datenbankabfragen wählen Sie eine Tabellenzeile und Doppelklicken diese oder klicken das Bearbeiten-Symbol.

Anlegen und_Bearbeiten_einer Datenbankabfrage

Abbildung. Anlegen und Bearbeiten einer Datenbank-Abfrage.

Tabelle. Verfügbare Felder im Formular “Datenbankabfrage anlegen / bearbeiten”.

Feldname

Beschreibung

Titel *

Wie heißt die Abfrage?

SQL *

Welche SQL-Abfrage wird hier durchgeführt?

Beschreibung *

Kurze Typ-Beschreibung zur Gruppierung

Dateiname **

In Kombination mit Ordner, Intervall und Nächstes Ausführungsdatum verwendet zum zeitgesteuerten CSV-Export des Abfrageergebnisses. Wenn dieses Feld gefüllt wird, müssen auch die Felder Ordner und Intervall gefüllt werden.

Der Dateiname sollte Datumsplatzhalter in einer Form ähnlich %d{yyyyMMddHHmmssSSS} enthalten - diese werden zum Zeitpunkt des Exports in einen entsprechenden formatierten Datumsstempel umgewandelt (enthält der Dateiname keinen Datumsplatzhalter, wird die exportierte Datei bei jedem folgenden Export überschrieben). Die Platzhalter folgen log4j-Platzhalter-Mustern. Bei der Auswahl der Muster ist darauf zu achten, dass die Zeichen \, /, :, *, ?, ", <, >, | (und weitere) unter Windows und /, \0 unter UNIX/Linux nicht in Dateinamen verwendet werden dürfen.

Außer einer Prüfung auf beliebigen Inhalt wird dieses Feld beim Speichern nicht weiter validiert.

Beispiele:

Muster Beispiel
VPP_Export_%d{COMPACT}.CSV VPP_Export_20121102143402781.CSV
%d{COMPACT} 20121102143402781
%d{ISO8601_BASIC} 20121102T143402,781
%d{HHmmss,SSS} 143402,781
%d{dd MMM yyyy HH-mm-ss,SSS} 02 Nov 2012 14-34-02,781
%d{UNIX} 1351866842
%d{UNIX_MILLIS} 1351866842781

Ordner **

In Kombination mit Dateiname, Intervall und Nächstes Ausführungsdatum verwendet zum zeitgesteuerten CSV-Export des Abfrageergebnisses. Wenn dieses Feld gefüllt wird, müssen auch die Felder Dateiname und Intervall gefüllt werden.

Ordner muss ein gültiges, existierendes Verzeichnis mit Schreibrechten für den Applikationsserver-Nutzer sein. Ist dies nicht der Fall, wird beim Speichern eine Fehlermeldung ausgegeben.

Intervall **

In Kombination mit Dateiname, Ordner und Nächstes Ausführungsdatum verwendet zum zeitgesteuerten CSV-Export des Abfrageergebnisses. Wenn dieses Feld gefüllt wird, müssen auch die Felder Dateiname und Ordner gefüllt werden.

Intervalle werden als Cron-Ausdrücke definiert, die Ausführungspläne wie 08:00 Uhr morgens jeden Montag bis Freitag oder 01:30 Uhr morgens jeden letzten Freitag des Monats ermöglichen.

Beispiele:

Ausdruck Beispiel
0 0 12 * * ? Ausführung um 12:00 jeden Tag
0 15 10 ? * * Ausführung um 10:15 jeden Tag
0 15 10 * * ? Ausführung um 10:15 jeden Tag
0 15 10 * * ? * Ausführung um 10:15 jeden Tag
0 0/5 14 * * ? Ausführung alle 5 Minuten beginnend um 14:00 und endend um 14:55, jeden Tag
0 15 10 ? * MON-FRI Ausführung um 10:15 jeden Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag

Alle Details zur Syntax der verwendeten Cron-Bibliothek finden sich dort. Beim Speichern eines fehlerhaften Ausdruckes wird eine Fehlermeldung ausgegeben.

Nächstes Ausführungsdatum

In Kombination mit Dateiname, Ordner und Intervall verwendet zum zeitgesteuerten CSV-Export des Abfrageergebnisses.

Dieses Feld bestimmt, wann eine automatisch ausführbare Datenbankabfrage (alle drei obigen Feldern müssen gesetzt sein) das nächste Mal automatisch ausgeführt wird. Wird das Feld leer gelassen oder liegt das Datum in der Vergangenheit, wird die Abfrage beim nächsten Lauf des Ausführungsplaners (standardmäßig jede Minute) ausgeführt. Liegt das Datum in der Zukunft, wird die Abfrage das erste Mal zu diesem Zeitpunkt ausgeführt. Nach jeder Ausführung berechnet der Ausführungsplaner den Zeitpunkt der nächsten Ausführung aus dem Intervall und schreibt diesen in Nächstes Ausführungsdatum. Durch manuelles Anpassen des Wertes können außerplanmäßige Ausführungsläufe angestoßen werden.

Nächstes Ausführungsdatum muss ein gültiges Datum sein. Ungültige Datumsangaben werden als "leer" behandelt.

Für Startseite benutzen

Ergebnisse der SQL-Abfrage für spezifische Benutzergruppen zur Verwendung auf der Startseite freigeben

Freigeben einer Datenbankabfrage

Abbildung Freigeben einer Abfrage für die Startseite.

Die Ergebnisse der SQL-Abfragen können von MBS ausgewertet und auf der Startseite für einzelne Nutzergruppen freigegeben werden. Dort können Nutzer sich ihre Startseite individuell aus den für sie freigegebenen Abfragen zusammenstellen.

Beachten Sie, dass dies nur mit Abfragen möglich ist, die eine einzelne Zahl oder eine Tabelle auf zwei Spalten, bestehend aus einer Spalte Beschreibung und einer Spalte Zahlen, zurückgeben.

* Pflichtfeld
** Abhängiges Feld (wenn dieses Felder gefüllt ist, müssen auch die Felder Dateiname, Ordner und Intervall gefüllt sein)

Fehlerbehandlung von zeitgesteuerten Datenbankabfragen

Bei der zeitgesteuerten Ausführung von Datenbankabfragen können Fehler auftreten, z. B. Datenbank- und Dateisystemfehler. Um diese Fehler im System sichtbar zu machen, werden im Fehlerfall Admin-Aufgabe erstellt. Diese Aufgaben haben den Titel “Datenbankabfrage [id] konnte nicht ausgeführt oder neu geplant werden” und enthalten Details zur verursachenden Datenbankabfrage und zur konkreten Fehlerursache. Um die Aufgabenliste nicht mit (wegen der Zeitsteuerung) wiederholt auftretenden Fehlermeldungen zu überladen, wird maximal eine Aufgabe pro Datenbankabfrage erstellt, die nach jedem fehlerhaften Durchlauf mit dem aktuellen Fehler aktualisiert wird. Auftretende Fehleraufgaben sollten umgehend gelöst werden.


Tabelle. Verfügbare Aktionen im Menüpunkt “Neue Datenbankabfrage” / “Datenbankabfrage bearbeiten”.

Symbol

Aktion

Bedeutung

 

Vorschau anzeigen

Eine Vorschau (d. h. gekürzte Liste) der Ergebnisse der SQL-Abfrage anzeigen.

Abfrage speichern unter... Eine vollständige Liste aller Ergebnisse der SQL-Abfrage lokal auf dem Computer ablegen.

 

SQL speichern Abfrage zur späteren Wiederverwendung im System speichern.

Weitere Anpassungsmöglichkeiten

Es ist zusätzlich möglich, Formatierungen per Metaparameter mitzugeben. Momentan ist der Separator und ein Header konfigurierbar. Dazu muss ein Kommentar mit einen speziellen Schlüssel im Statement hinterlegt werden:

** Formatierung Seperator **

/** {{ seperator = | }} **/ SELECT * FROM fl_contract LIMIT 1

erzeugt eine CSV mit | als Separator anstatt ;

** Formatierung Header **

/** {{ header = true }} **/ SELECT * FROM fl_contract LIMIT 1

erzeugt eine CSV mit Exportname, Version, Datum und angemeldeten Nutzer als Header.

Außerdem können in den SQLs Templates hinterlegt werden, so dass Parameter auf der Oberfläche erscheinen, so dass beim Ausführen der SQLs die Parameter durch die Werte in den Eingabefeldern ersetzt werden. Hierzu existieren folgende Templates:

${date#Name#yyyy-MM-dd} Erzeugt einen Datepicker
${string#Name#text} Erzeugt ein Texteingabefeld

** Beispiel **

select * from fl_contract where
periodstart_ <  '${date#Vertragsbegin Bis#2018-04-19} ${string#Vertragsbegin Bis#22:00:00}'  
and contractNr_ like '%${string#Vertragsnummer#11068802319}%'

Parameter bei Datenbankabfragen

Tarifkonfiguration

Unter dem Menüpunkt “Tarifkonfiguration” können Tarife global angelegt und verwaltet werden. Das heißt, ein hier angelegter Tarif kann dann für beliebig viele Verträge eingestellt werden, so dass nicht für jeden Vertrag individuell ein Tarif definiert werden muss. Es ist jedoch möglich, einzelne Preiskomponenten bei der Anwendung eines Tarifs auf einen Vertrag anzupassen.

Globale Konfiguration von Tarifen

Abbildung. Unter Tarifkonfiguration können Tarife global definiert werden.

Tabelle. Spalten der Tabelle unter dem Menüpunkt “Tarifkonfiguration” und ihre Bedeutung.

Spaltenname

Bedeutung

Sparte

Zu welcher Sparte (Strom oder Gas) gehört der Tarif?

Aktiv

Ist der Tarif aktiv, d. h. kann er auf Verträge angewendet werden? (Beachten Sie: Ein aktivierter Tarif kann nicht mehr bearbeitet werden.)

Id

Datenbank-ID des Tarifs.

Tarifname

Wie lautet der Name des Tarifs?

Kundengruppe

Handelt es sich um einen Gewerbe- oder Privatkundentarif?

Zählverfahren

Handelt es sich um einen SLP- oder RLM-Tarif?

Abschließbar von

Ab wann ist der Tarif abschließbar?

Abschließbar bis

Bis wann ist der Tarif abschließbar?

Tarifende

Wann läuft der Tarif aus?

Preisgarantie bis Bis wann gilt die Preisgarantie (fixes Datum)?
Spätester Lieferbeginn Wann darf ein Kunde, der diesen Tarif abschließt, spätestens in Beliferung gehen?
Häufigkeit (Sollstellungen/Jahr) Wie viele Sollstellungen werden im Zuge dieses Tarifs pro Jahr durchgeführt?

Preisgarantie

Wie lang ist die Preisgarantie (in Monaten)? Für welche Preiskomponente die Preisgarantie gilt, muss jeweils an der Preiskomponente definiert werden

Abrechnungsintervall

Wie häufig wird ein Vertrag mit diesem Tarif angerechnet? Beim Beispiel: monatlich, halbjährlich, jährlich.

Erlaubte Abrechnungsintervalle (Monate) Welche Abrechnungsintervalle sind bei diesem Tarif wählbar (z. B. monatlich, jährlich, ...)?
Laufzeit Wie lange läuft der Vertrag mindestens? Bei Verträgen mit Vertragslaufzeit zum Monatsletzten wird dies durch den Suffix "zum Monatsletzten" angezeigt.
Verlängerung Um wie viele Monate verlängert sich der Tarif, sofern der Kunde nicht wechselt oder den Vertrag kündigt?
Einregistertarif Falls gesetzt, wird bei einer Lieferbeginnbestätigung mit mehr als einem Register eine Aufgabe erstellt
Mehrregistertarif Falls gesetzt, wird bei einer Lieferbeginnbestätigung mit einem Register eine Aufgabe erstellt

Über die Aktionsleiste kann ein ausgewählter Tarif aktiviert werden.

Tabelle. Verfügbare Aktionen in der Tarifkonfiguration.

Symbol

Aktion

Bedeutung

Tarif aktivieren

Einen ausgewählten Tarif aktivieren.

Preisanpassung importieren... (Massenhafte) Preis- bzw. Tarifanpassungen anhand einer vordefinierten CSV-Datei durchführen (s. dazu das Kapitel Wie führe ich Tarif- bzw. Preisanpassungen durch?).

Per Klick auf das “+”-Symbol über der Tabelle kann ein neuer Tarif angelegt werden. Per Doppelklick auf einen Tarif (bzw. per Klick auf das Stift-Symbol über der Tabelle, nachdem ein Tarif ausgewählt wurde) kann ein bestehender Tarif editiert werden. Dazu öffnet sich ein neuer Tab “Tarifkonditionen”.

Eine Beschreibung von möglichen Tarifarten ist hier zu finden.

Tarifkonditionen

In den “Tarifkonditionen” kann ein neuer Tarif definiert bzw. ein bestehender Tarif editiert werden.

Definition der Tarifkonditionen       

Abbildung. In den Tarifkonditionen können die Eckdaten eines Tarif definiert bzw. überarbeitet werden.

In der Tarifkonfiguration lassen sich die Kündigungsfristen unter “Laufzeit und Fristen” einstellen. Zum einen ist es möglich, eine Kündigungsfrist zum Vertragsende zu definieren. Dann benötigt der Vertrag eine Laufzeit und eine automatische Verlängerung. Zum anderen lässt sich eine beliebige Kündigungsfrist in n Tagen, Wochen, Monaten definieren. Unter “jeweils zum” kann angegeben werden, zu welchem Datum diese Kündigungsfrist gilt. Möglich ist Wochenende, Monatsende, Quartalsende, Halbjahresende. Eine Kündigungsfrist von einem Monat zum Monatsende bedeutet dann z. B., dass mit einem Monat Vorlaufzeit zum Ende eines Monats gekündigt werden kann. Die Vertragslaufzeit und automatische Verlängerung wird in diesem Fall ignoriert.

Falls unter Kündigungsfrist 2 Monate “jeweils zum Tarifende” angegeben wird, muss mindestens 2 Monate vor Ablauf der Laufzeit gekündigt werden. Nach Ablauf der Vertragslaufzeit kann dann immer die Anzahl der Monate die unter automatische Verlängerung angegeben ist, später gekündigt werden.

Beispiel

Eine Lieferstelle kommt zum 01.01.2016 in Belieferung. Der Tarif hat eine Laufzeit von 12 Monaten und verlängert sich automatisch um weitere 12 Monate, es sei denn, der Kunde kündigt.Die Kündigungsfrist beträgt 2 Monate zum Vertragsende.

Somit kann der Kunde jeweils zum 31.12. eines Jahres kündigen, sofern die Kündigung bis zum 31.10. bei dem Lieferanten eingeht. Kündigt der Kunde beispielsweise erst am 05.11.2017, ist eine Kündigung zum Ende des Jahres 2017 nicht mehr möglich und der Vertrag würde noch bis 31.12.2018 weiterlaufen.

Unter “jeweils zum” kann neben dem Kündigungstermin noch “oder später” oder “fix” ausgewählt werden. Fix bedeutet im obigen Beispiel, dass nur eine Kündigung zum 31.12. eines Jahres akzeptiert wird. Bei “oder später” könnte der Kunde auch zu einem späteren Termin kündigen, sofern er dabei die Frist von 2 Monaten zum Vertragsende einhält, also bis 31.10. seine Kündigung einreicht.

Soll ein Tarif nicht in allen Teilen Deutschlands angeboten werden, lassen sich unter Tarifeinschränkungen entsprechende Ausnahmeregelungen festlegen.

Preiskomponenten

Zu jedem Tarif können die einzelnen Preiskomponenten definiert werden. Dazu gibt es einen eigenen Menüpunkt “Preiskomponenten” unter dem Tarif im Navigationsmenü. Die Komponenten werden in einer tabellarischen Übersicht dargestellt.

Definition von Preiskomponenten eines Tarifs       

Abbildung. Für jeden Tarif können die einzelnen Preiskomponenten definiert werden.

Tabelle. Spalten der Tabelle unter dem Menüpunkt “Preiskomponenten” und ihre Bedeutung.

Spaltenname

Bedeutung

Art

Um welche Art von Preiskomponente handelt es sich (z. B. Steuer, Individuell)?

Name

Wie heißt die Preiskomponente?

Typ

Wie wird die Preiskomponente in den Gesamtpreis eingerechnet (additiv oder multiplikativ)?

Arbeitspreis (ct/kWh)

Wie hoch ist der Anteil der Preiskomponente am Arbeitspreis?

Grundpreis (€/Monat)

Wie hoch ist der Anteil der Preiskomponente am Grundpreis?

Ausweisbar

Muss die Preiskomponente auf der Rechnung ausgewiesen werden?

Wird berechnet

Wie berechnet sich die Komponente (z. B. laufend, einmalig)?

Über das “+”-Symbol über der Tabelle kann eine neue Preiskomponente hinzugefügt werden.

Definition von Preiskomponenten eines Tarifs       

Abbildung. Preiskomponenten können einzeln angelegt und definiert werden.

Zusätzliche Informationen finden Sie unter: Systemanpassung Preiskomponenten, Systemanpassung Preisgarantie und Tarifarten

Behandlung Stammdatenänderungen

Der Menüpunkt “Behandlung Stammdatenänderungen” erlaubt es Administratoren, die automatische Behandlung der verschiedenen Arten von Stammdatenänderungen durch das System zu konfigurieren. Dabei wird zwischen vier Nachrichtentypen unterschieden, aus denen die Stammdatenänderung hervorgehen kann:

  • Bestätigung des Lieferbeginns durch den Netzbetreiber (E01)
  • Stammdatenänderungen, die fallweise versendet werden (E03)
  • Zuordnungsliste (E06)
  • Aktualisierung der ene’t-Daten

Beachten Sie: Stammdatenänderungen aus Zuordnungslisten bzw. aus ene’t-Importen werden aktuell noch nicht vom System unterstützt.

Unter "Behandlung Stammdatenänderung" kann der Umgang mit Änderungsnachrichten zu einzelnen EDI-Segmenten konfiguriert werden.

Abbildung. Unter “Behandlung Stammdatenänderung” kann der Umgang mit Änderungsnachrichten zu einzelnen EDI-Segmenten konfiguriert werden.

Standardmäßig ist der Umgang mit Stammdatenänderungen pro betroffenem Feld für die vier Nachrichtentypen definiert, unabhängig vom sendenden Marktpartner.

Tabelle. Spalten der Tabelle unter “Behandlung Stammdatenänderungen” und ihre Bedeutung.

Spaltenname

Bedeutung

Feld

Welches Nachrichtensegment ist von der Stammdatenänderung betroffen?

Beschreibung

Beschreibung des von der Änderung betroffenen Segments.

Netzbetreiber

Von welchem Netzbetreiber wurde die Stammdatenänderung gemeldet?

Standardaktion bei Stammdatenänderungen

Wie wird auf Änderungen an dem betroffenen Segment reagiert, die aus E03-Meldungen (Stammdatenänderung) stammen?

Standardaktion bei Lieferbeginn

Wie wird auf Änderungen an dem betroffenen Segment reagiert, die aus E01-Meldungen (Lieferbeginn-Bestätigung) stammen?

Standardaktion bei Zuordnungsliste

Wie wird auf Änderungen an dem betroffenen Segment reagiert, die aus E06-Meldungen (Zuordnungsliste) stammen?

Standardaktion bei Import aus ene't-Daten

Wie wird auf Änderungen an dem betroffenen Segment reagiert, die aus importierten ene't-Daten stammen?

Die Standardkonfiguration kann jederzeit mit Hilfe der Funktionen “Hinzufügen”, “Editieren” und “Löschen” über der Tabelle angepasst und ergänzt werden. So ist es beispielsweise möglich, einen abweichenden Umgang mit bestimmten Änderungen für einen spezifischen Marktpartner festzulegen.

Kontotypen

Unter dem Menüpunkt Kontotypen befindet sich eine Übersicht über alle Kontotypen (FinancialAccountTypes), die auf dem System vorhanden sind. Dies sind zum einen Standard-Kontotypen, wie zum Beispiel Typ Debitor, zum anderen kundenspezifische Kontotypen (CustomAccountTypes). Kundenspezifische Kontotypen sind an der ID erkennbar, die im Bereich 100000 - 199999 liegen.

In der Übersicht sind die Tabellenfunktionen Hinzufügen und Bearbeiten vorhanden.

Übersicht Kontotypen

Folgende Informationen werden tabellarisch dargestellt:

Spaltenname

Bedeutung

ID

Id des Kontotyps

Bezeichnung

Name des Kontotyps

Besteuern

Soll bei Bebuchung des Kontos von diesem Typ eine Steuerbuchung erfolgen?

Die Detailansicht erlaubt es, Kontotypen zu bearbeiten oder einen neuen (kundenspezifischen) Kontotyp zu erstellen.

Kundenspezifische Kontotypen werden z.B. benötigt, wenn ein Buchungstyp konfiguriert wird und ein Kontotyp bebucht werden soll, der im System noch nicht vorhanden ist.

Neben der obligatorischen Angabe der Bezeichnung des Kontotyps werden folgende Konfigurationen vorgenommen:

Besteuern: Soll bei Bebuchen des Kontos von diesem Typ eine Steuerbuchung erfolgen?

Für Hauptbuchung verwendbar: Soll dieser Kontotyp bei der Konfiguration eines Buchungstyp für die Hauptbuchung auswählbar sein?

Für Hauptbuchung (Steuer) verwendbar: Soll dieser Kontotyp bei der Konfiguration eines Buchungstyp für die Haupt-Steuer-buchung auswählbar sein?

Für Folgebuchung verwendbar: Soll dieser Kontotyp bei der Konfiguration eines Buchungstyp für die Folgebuchung auswählbar sein?

Für Folgebuchung (Steuer) verwendbar: Soll dieser Kontotyp bei der Konfiguration eines Buchungstyp für die Folgebuchung-Steuer-buchung auswählbar sein?

In automatischer Deckung ignorieren: -In Entwicklung-

Des Weiteren ist pro Sparte die Kostenstelle und das Konto konfigurierbar.

Detailansicht Kontotypen

Buchungstypen

Invoic Prüfungen

Eine Beschreibung und Übersicht aller Prüfungen ist hier zu finden.

Hauptbuchkonten

In dieser Oberfläche kann die Zuordnung von den Nebenbuchkonten in MBS zu den Hauptbuchkonten, welche durch den Journalexport befüllt werden, verwaltet werden. Die Zuordnung der Konten kann abhängig von der Sparte geschehen, so dass bestimmte Hauptbuchkonten nur durch Strom oder Gas Buchungen befüllt werden.

Journalreferenznummern

Die Oberfläche dient der Anzeige und der Konfiguration der Journalreferenznummern.

In der Übersicht gibt es eine tabellarischen Aufschlüsselung der vorhandenen Journalreferenznummern.

Die Journalisierung in MBS verläuft so, dass zu jeder Buchung, die journalisiert werden soll, in den Journalreferenznummern die passende Konfiguration gesucht wird. Dabei wird anhand der weiter unten Beschriebenen Parameter das entsprechende Journal gesucht.

Tabelle. Spalten der Tabelle unter “Journalreferenznummern” und ihre Bedeutung.

Spaltenname

Bedeutung

ID

ID der Journalreferenznummer

Referenznummer

Referenznummer

Versteuert

Ist die Buchung versteuert?

Soll Kontotyp

MBS-Kontotyp des Kontos auf der Soll-Seite der Buchung

Soll Kontotyp Name

Name des MBS-Kontotyps

Soll Sparte

Sparte des Kontos auf der Soll-Seite der Buchung

Haben Kontotyp

MBS-Kontotyp des Kontos auf der Haben-Seite der Buchung

Haben Kontotyp Name

Name des MBS-Kontotyps

Haben Sparte

Sparte des Kontos auf der Haben-Seite der Buchung

Soll Journalisierung Steuer

Art der Versteuerung auf der Soll-Seite der Buchung

Soll Steuerschlüssel

Steuerschlüssel der Soll-Seite z. B. SAP-seitig des Journals

Haben Journalisierung Steuer

Art der Versteuerung auf der Haben-Seite der Buchung

Soll Steuerschlüssel

Steuerschlüssel der Haben-Seite z. B. SAP-seitig des Journals

Übersicht der Aufgabenzuordnung in MBS

Abbildung. Die Detail-Ansicht der Journalreferenznummern zur Konfiguration.

In der Detail-Ansicht lässt sich eine Journalreferenznummer editieren. Dazu werden die entsprechenden Felder der Übersicht dargestellt und mit den nötigen Informationen aufbereitet.

Im oberen Bereich wird die interne ID dargestellt, es lässt sich außerdem die Referenznummern bearbeiten sowie die Information, ob die Buchungen in dem Journal versteuert sein sollen. Im mittleren Bereich lässt sich konfigurieren, welche Kontentypen die Buchungen für das Journal jeweils auf der Soll- und Haben-Seite haben sollen. Im unteren Bereich lässt sich für die beiden Buchungsseiten noch konfigurieren, ob sie einen bestimmten Geschäftsbereich haben sollen sowie wie die Journalisierungssteuer aussehen soll. Zu guter Letzt lässt sich hier ein externen Steuerschlüssel angeben.

Es lassen somit sich alle Informationen aus der oben dargestellten Tabelle bearbeiten.

Validierungen

Das System stellt verschiedene Prüfungen bereit, um sicherzustellen, dass valide Journalreferenznummern hinterlegt sind. Die Prüfungen können in der Oberfläche innerhalb der Journalreferenznummernkonfiguration manuell ausgelöst werden. Dabei werden immer alle Referenznummern auf ihre Gültigkeit geprüft.

Übersicht der Validierungsergebnisse der Journalreferenznummern

Darüber hinaus werden die Validierungen ebenfalls bei der automatischen und manuellen Journalerstellung ausgeführt, um die Erzeugung eines fehlerhaften Journals vorzubeugen.

Folgende Prüfungen stehen zu Verfügung:

Prüfung

Beschreibung

Fehlermeldungen

Pflichtfelderprüfung

Die Prüfung stellt sicher, dass die folgenden Felder befüllt sind:

1. Soll Kontotyp

2. Haben Kontotyp

3. Kombination von Soll Sparte und Haben Sparte

1. Feld "Soll Kontotyp" muss gesetzt werden

2. Feld "Haben Kontotyp" muss gesetzt werden

3. Felder "Soll Sparte" und "Haben Sparte" müssen gleichzeitig gesetzt werden

Duplikatprüfung

Überprüft, ob eine Konfiguration doppelt vorliegt. Die Kriterien für ein Duplikat sind, dass die folgenden Spalten übereinstimmen:

Soll Kontotyp, Haben Kontotyp, Soll Sparte, Haben Sparte, versteuert.

Mehrfache Konfiguration dieses Buchungstyps vorhanden

Prüfung von Sparten und Versteuerung

Die Prüfung stellt sicher, dass für alle Journalreferenznummerkonfigurationen mit der selben Soll-Haben-Kombination, entweder die Spalten für versteuert und die Sparten alle gefüllt sind oder alle leer sind.

Journalreferenznummern dieses Buchungstyps haben abweichende Konfiguration an den Feldern "Versteuert", "Soll Sparte" bzw. "Haben Sparte"

Prüfung auf Stornokonfiguration

Für jede Konfiguration wird ebenfalls geprüft, ob es auch eine Journalreferenznummernkonfiguration für die Gegenrichtung gibt. Damit Stornobuchungen ebenfalls korrekt im Journal abgebildet werden.

Dabei ist zu beachten, dass die Konfiguration für die Stornobuchung genau nach folgenden Kriterien geprüft wird:

  • Soll Kontotyp = Haben Kontotyp des originalen Eintrags
  • Haben Kontotyp = Soll Kontotyp des originalen Eintrags
  • Versteuert = Versteuert des originalen Eintrags
  • Soll Sparte = Haben Sparte des originalen Eintrags
  • Haben Sparte = Soll Sparte des originalen Eintrags
  • Keine Konfiguration für die Stornobuchung vorhanden

    Die Validierungsergebnisse werden tabellarisch in einer neuen Übersicht dargestellt. Dabei werden lediglich die fehlerhafte Konfigurationen mit deren Fehlermeldungen aufgelistet.

    Übersicht der Validierungsergebnisse der Journalreferenznummern

    Aufgabenkonfiguration

    Unter dem Menüpunkt “Aufgabenkonfigurationen” sind alle Aufgaben aufgelistet, die in myBusiness Supplier entstehen können. Der Übersicht ist außerdem zu entnehmen, welcher Nutzerrolle die Aufgaben jeweils zugeordnet sind. Falls neue Rollen verwendet werden sollen, so müssen diese erst unter Nutzerverwaltung/Rollen-Attributzuordnung erstellt werden.

    Übersicht der Aufgabenzuordnung in MBS

    Abbildung. Übersicht der Aufgabenzuordnung in MBS.

    Tabelle. Spalten der Tabelle “Aufgabenkonfiguration” und ihre Bedeutung.

    Spaltenname

    Bedeutung

    ID

    Welche ID hat die Aufgabe in den in MBS hinterlegten Prozessen?

    Titel

    Wie lautet der Titel der Aufgabe?

    Rolle Welcher Bearbeiterrolle ist die Aufgabe zugewiesen?

    Per Doppelklick auf eine Zeile in der Tabelle öffnet sich die Detailansicht zu der jeweiligen Aufgabe. Hier können Titel und Beschreibung geändert sowie der Aufgabe eine andere Bearbeiterrolle zugewiesen werden.

    Bearbeitung einer Aufgabe.

    Abbildung. Bearbeitung einer Aufgabe.

    Tarifeinschränkungen

    Soll ein Tarif nicht in allen Teilen Deutschlands angeboten werden, können Ausnahmen für bestimmte PLZ-Gebiete, Orte, Straßen oder Netzbetreiber festgelegt werden. Dazu können unter dem Menüpunkt “Tarifeinschränkungen” entsprechende Regeln hinterlegt werden, anhand derer eingeschränkt wird, welchen Kundengruppen ein Tarif angeboten wird. Es lassen sich sowohl Ausschlusskriterien (Deny-Regeln) als auch Zulassungsbedingungen (Accept-Regeln) festlegen.

    Übersicht der Einschränkungen für Tarife

    Abbildung. Übersicht der Einschränkungen für Tarife.

    Ist beispielsweise für einen Tarif eine Deny-Regel angelegt worden, welche die ILN eines Netzbetreibers enthält, so ist der Tarif ausschließlich im Gebiet des benannten Netzbetreibers nicht verfügbar, in allen anderen Netzgebieten hingegen schon. Wurde jedoch eine Accept-Regel mit der ILN des Netzbetreibers angelegt, so ist der Tarif ausschließlich in dessen Netzgebiet verfügbar und in allen nicht benannten Netzgebieten nicht.

    Neben dem Netzgebiet wird bei Anwendung eines Tarifs außerdem auf Straße, Stadt und PLZ geprüft. Sofern die Prüfung des Netzgebiets positiv verläuft, wird eine Adresse somit als nächstes hinsichtlich der Straße überprüft. Auch hier gilt: Wurde eine Accept-Regel für eine bestimmte Straße angelegt, so werden alle anderen Straßen in dem angegebenen PLZ- und Stadt-Bereich abgelehnt. Wurde eine Straße explizit ausgeschlossen, so wird ausschließlich diese Straße in dem PLZ- und Stadt-Bereich abgelehnt.

    Falls ein PLZ- und Stadt-Bereich akzeptiert wird, werden alle anderen Städte abgelehnt.

    Steht eine PLZ auf Deny (Verweigern), wird sie abgelehnt. Steht eine PLZ auf Accept (Zulassen), werden alle anderen, nicht angegebenen Postleitzahlen abgelehnt.

    Je spezifischer eine Regel ist, desto höher ist ihre Priorätit. Mögliche Adressspezifikationen sind:

    • PLZ-Ort-Straße
    • PLZ-ORT
    • PLZ

    Die Funktion Tarifeinschränkungen importieren ... öffnet einen Dialog in dem eine CSV - Datei ausgewählt werden kann. Der Import erfogt nebenläufig. Das Ergebnis des Importes findet sich im Dialog Datenimporte.

    Referenzadressen

    Unter dem Menüpunkt “Referenzadressen” lassen sich alle im System hinterlegten Referenzadressen durchsuchen und neue hinzufügen. Referenzadressen werden für die Validierung von Kundenadressen herangezogen und können per Import (z. B. aus der Post CD oder Geolex) eingelesen werden.

    Falls eine Kundenadresse richtig, aber noch nicht in den Referenzadressen enthalten ist, kann die fehlende Adresse hier erfasst werden. Eine Angabe von Hausnummern ist nicht möglich.

    Übersicht der Referenzadressen

    Abbildung. Übersicht der Referenzadressen.

    Tabelle. Spalten der Tabelle “Referenzadressen” und ihre Bedeutung.

    Spaltenname

    Bedeutung

    ID Welche ID trägt der Adresseintrag in der Datenbank?
    Straße Wie lautet der Name der Straße?
    PLZ Wie lautet die zugehörige PLZ der Referenzadresse?
    Stadt Wie lautet der zugehörige Ort der Referenzadresse?
    Hausnummer von Wie lautet die kleinste Hausnummer in der Straße?
    Hausnummer bis Wie lautet die größte Hausnummer in der Straße?
    Manuell erstellt Wurde die Referenzadresse manuell angelegt?

    Vertragsbedingungen

    Vertragsimport

    Unter diesem Menüpunkt lässt sich der Vertragsimport konfigurieren, sodass auch kundenspezifische CSV-Dateien importiert werden können. Dazu können die Spaltenüberschriften der kundenspezifischen CSV-Datei auf die MBS-Gegenstücke gemappt werden.

    Hinzufügen einer neuen Konfiguration

    Auf der nun sich öffnenden View wird ein Identifikationskriterium angegeben sowie optional der Vertriebspartner. Nach dem Speichern kann man die Vertragsimportkonfiguration wieder öffnen, MBS hat nun automatisch die zu mappenden Daten eingetragen.

    Benennen eines Identifikationsmerkmals und des Vertriebspartners

    Tabelle. Spalten der Tabelle “Vertragsimportkonfiguration” und ihre Bedeutung.

    Spaltenname

    Bedeutung

    Identifikationskriterium Eindeutiges Identifikationskriterium, welches im Header der CSV-Datei vorhanden ist.
    Vertriebspartner Frei wählbare Erkennung.

    Durch Doppelklick oder Klicken des Auges, wenn eine Konfiguration ausgewählt ist, kann eine Vertragsimportkonfiguration bearbeitet werden. Das System hat dazu bereits die in MBS benutzten Spaltennamen eingetragen, die durch die jeweiligen Spalten in der CSV-Datei befüllt werden sollen.

    Bearbeiten des Vertragsimportes

    Tabelle. Spalten der Tabelle “Spalteneinträge” und ihre Bedeutung.

    Spaltenname

    Bedeutung

    Spalte in MBS Bezeichnung der Spalte in MBS
    Spalte in Importdatei Name der Spalte in der CSV-Importdatei, die die Informationen für das in "Spalte in MBS" genannte Gegenstück enthält
    Format Möglichkeit, ein Format anzugeben wie z. B. *dd.MM.yyyy*
    Operation Möglichkeit, eine Operation zu definieren, die ausgefürt werden soll vor dem Import.
    Pflichtfeld Muss das Feld in der CSV-Datei befüllt sein?

    Activitiprozesse

    In dieser Ansicht werden alle aktuell in MBS hochgeladene Aktivti Prozesse angezeigt. Beim Einstieg in die Oberfläche wird als erstes die Hintegrundjobs angezeigt. Das sind alle hinterlegten Activiti Prozesse, welche regelmäßig beim erreichen eines konfigurierbaren Zeitpunkt gestartet werden.

    Ansicht Hintergrundprozesse

    In der Spalte “Art” ist der interne Schlüssel angegeben, welcher benutzt wird um den Prozess genau zuordnen zu können. Dieser ist typischerweise auf englisch geschrieben. Eine grobe Beschreibung des Prozesses ist dann in der Spalte “Proezssbeschreibung” zu sehen. Sollte ein Prozess gerade laufen wird in der Spalte “Gesperrt bis” angezeigt wie lange der Prozess maximal laufen wird bis er vom System beendet wird. Alle im MBS Standard hinterlegten Prozesse laufen aber deutlich schneller durch als diese Frist. In der Spalte “Nächstes Ausführugnsdatum” ist hinterlegt wann der Prozess das nächste mal ausgeführt wird. Nach der Ausführung wird automatisch durch das “Wiederholungsintervall” bestimmt wann der nächste Ausführungszeitpunkt ist. Das Wiederholungsintervall ist per CRON Ausdruck fest vorgegeben.

    Nachdem ein Prozess ausgewählt wurde kann dieser gefahrlos per “Prozessdiagramm anzeigen” Knopf sichtbar gemacht werden. Bei Hintergrundprozessen ist im Prozessdiagramm das Wiederholungsintervall auch auf eine lesbarere Form hinterlegt.

    Wenn ein Hintegrundprozess neu gestartet werden soll, dann kann dieser in der Detailübersicht einfach bearbeitet und die Zeit in die Vergangenheit gesetzt wird. Dabei ist es egal wie weit in die Vergangenheit. Der nächste Ausführungszeitpunkt wird durch das aktuelle Datum + Wiederholungsintervall berechnet.

    Ansicht Hintergrundprozesse

    Unter den Filter “Prozesse” werden dann alle Prozesse angezeigt. Hier ist ein Editiren nicht möglich. Unter aktive Kundenprozesse werden alle aktiven Aktiviti Prozesse zu einen Vertrag angezeigt. Das sind die Prozesse in einen warte Schritt, wenn z.B. auf eine Marktnachricht gewartet wird.

    Vertragszusatzfelder

    In dieser Oberfläche können Felder für die Vertragsübersicht hinzugefügt werden. Diese können als Checkbox (Boolean), Dropdown (String), TextInput (String), TextInputInteger (Integer) oder Datepicker (Date) angezeigt werden. Dazu muss dem jeweiligen Feld nur ein Name gegeben werden, welcher auch an der Oberfläche angezeigt wird. Das Verhalten der Vertragsübersicht ändert sich hierdurch nicht. Es können nur diese zusätzlichen Felder in der Oberfläche gepflegt werden. Die Felder dienen nur der Datenablage zum Vertrag - sie werden für keine sonstigen Zwecke benutzt.

    Bei den Textfeldern können Bedingungen hinterlegt werden in Form eines regulären Ausdrucks (z. B. M[0-9]{13}), welcher bei der Eingabe über die Oberfläche validiert wird. Bei den Dropdown-Einträgen kann definiert werden, welche Standardfelder es zur Auswahl geben kann. Dies wird über eine Arrayliste in JSON-Form angegeben. Ein Beispiel wäre folgendes:

    [{"label":"Familie", "data":"fam"}, {"label":"Single", "data":"sing"}]
    

    Hierbei ist wichtig, dass immer Paare von label und data verwendet werden. Wenn label nicht gesetzt ist, wird das Objekt nicht in der Auswahl angezeigt. Wenn data nicht gesetzt ist wird immer der leere Wert gespeichert.

    Bei den Datums- und Zahlenfeldern kann als Bedingung “Mandatory” eingetragen werden. Dann muss das Feld einen Wert enthalten.

    Für die Checkbox gibt es keine Bedingungen.

    Datenimporte

    In dieser Oberfläche werden alle über automatische Datenimporte eingelesenen Dateien angezeigt.

    MBS kann Dateien in verschiedenen Formaten automatisch in das System übernehmen. Dafür werden sogenannte FileCrawler verwendet. FileCrawler durchsuchen in regelmäßigen Abständen konfigurierte Verzeichnisse, verarbeiten die dort gefundenen Dateien mit formatspezifischen Diensten und protokollieren die Verarbeitung. FileCrawler werden erst aktiv, wenn die entsprechenden dienstspezifischen Global Properties (*_IMPORT_PATH) auf ein lesbares Verzeichnis gesetzt werden.

    Eine gestartete Verarbeitung wird als RUNNING markiert. Nach einem erfolgreichem Import wird die importierte Datei gelöscht und als DONE protokolliert. Bei Fehlern wird die Datei umbenannt nach <Dateiname>_error, und der Log-Status wird auf ERROR gesetzt. Nach Analyse und Behebung des Fehlers kann die Datei erneut eingespielt werden (und taucht dadurch erneut im Protokoll auf). Neben dem Status werden auch spezifischer Dienst (Art), Start der Verarbeitung (Erstellt am), Dateiname und evtl. Fehler bzw. Importdetails (Kommentar) protokolliert.

    Momentan existieren folgende FileCrawler:

    Dienstname Bedeutung mögliche Dateiendungen Global Property zur Aktivierung
    ContractImport Vertragsimporte *.csv FILE_CRAWLER_CONTRACT_IMPORT_PATH
    AccountStatementsImport Kontoauszugsimporte *.sta FILE_CRAWLER_ACCOUNT_STATEMENTS_IMPORT_PATH
    DegreeDayImport Gradtagszahlenimporte *.zip FILE_CRAWLER_DEGREEDAY_IMPORT_PATH
    TaskImport Aufgabenimporte * FILE_CRAWLER_TASK_IMPORT_PATH
    EdiImport Import von EDIFACT-Nachrichten * FILE_CRAWLER_EDI_IMPORT_PATH
    EFlowImport eFLOW-Importe * EFLOW_IMPORT_PATH

    Lastprofilmapping Gas

    Lastprofile

    In dieser Oberfläche können die momentan im System hinterlegten Lastprofile angezeigt werden. Der Name beschreibt die Art des Lastprofils (z. B. H0) und mit Netz kann die BDEW-Codenummer des Netzbetreibers gesucht werden. Wenn unter Netz DefaultNet steht, dann handelt es sich um das Fallback-Lastprofil, welches genutzt wird, wenn kein anderes gefunden wird.

    Lastprofile

    Über den Button “Strom Fallbacklastprofil importieren” kann ein Standardlastprofil eingespielt werden. Das Lastprofil kan als Edi oder als CSV mit einem Wert pro Monat importiert werden. Format:

    Jahr;2019
    Januar;103.240219
    Februar;90.580612
    März;93.621342
    April;82.91446
    Mai;77.704752
    Juni;69.613557
    Juli;68.997013
    August;70.524835
    September;72.62267
    Oktober;82.866407
    November;87.471193
    Dezember;99.842954
    

    Netze

    Unter dem Menüpunkt “Netze” befinden sich zwei Funktionen, die es dem Nutzer erlauben,

    1. Netze in ausländischen Regelzonen von der Belieferung auszuschließen.
    2. Netze von Grundversorgern von der Belieferung auszuschließen.

    Funktionen im Menüpunkt Netze   

    Abbildung. Funktionen im Menüpunkt “Netze”.

    Dazu gibt es jeweils einen entsprechenden Button in der Aktionsleiste.

    Tabelle. Verfügbare Aktionen für den Menüpunkt “Netze”.

    Symbol

    Aktion

    Bedeutung

    Netze ausschließen für ausländische Regelzonen Netze, die zu ausländischen Regelzonen gehören, von der Belieferung ausschließen.
    Netze ausschließen, in denen der Betreiber selbst Grundversorger ist Netze von Grundversorgern von der Belieferung ausschließen.

    Bonus-Konfiguration

    Übersicht der Bonus-Konfiguration in MBS

    Abbildung. Bonus-Konfigurationen.

    In der Bonus-Konfiguration werden alle erstellten Bonus angezeigt. Über den Status ist ersichtlich, ob ein Bonus inaktiv, aktiv oder deaktiviert ist

    Status

    Bedeutung

    inaktiv In der Regel der Status, wenn ein Bonus konfiguriert,
    aber nicht aktiviert ist
    aktiv Aktiver Bonus, der einem Vertrag zugeordnet werden kann
    deaktiviert Nicht länger verfügbarer Bonus


    Erfolgt die Betragsermittlung über “PLZ-Ort Bonus” so wird kein Betrag angezeigt da dieser sich erst bei Vergabe des Bonus aus der Konfiguration des PLZ-Ort Bonus ergibt.

    Bonus-Konfiguration erstellen

    Bonus-Konfiguration erstellen oder bearbeiten in MBS

    Abbildung. Bonus-Konfiguration erstellen.

    In diese Detailansicht gelangt man aus dem Dialog Bonus-Konfiguration über Neuanlage bzw. Ändern.

    Erfolgt die Betragsermittlung über “PLZ-Ort Bonus” so wird kein Betrag angezeigt da dieser sich erst bei Vergabe des Bonus aus der Konfiguration des PLZ-Ort Bonus ergibt.
    Ist die Betragsermittlung “Manuell festgelegt”, kann der Betrag händisch festgelegt werden.

    Im Abschnitt Bedingungen werden die Bedingungen verwaltet unter denen dieser Bonus vergeben wird. Im Beispiel muss der Jahresverbrauch 6000kWh betragen und der Vertrag darf nicht gesperrt sein.

    Sperrgründe

    Die unter dem Menüpunkt aufgelisteten Sperrgründe, sind die Gründe, die für eine Erstellung von betrieblichen Sperren verwendet werden.

    Unter diesem Menüpunkt, können die bestehenden Sperrgründe aktiviert und deaktiviert werden.

    Sperrgründe-Konfiguration bearbeiten in MBS

    Abbildung. Sperrgründe bearbeiten.

    Die aktiven Sperrgründe werden dem Nutzer beim Setzen von Sperren in einer Dropdown-Auswahl aufgelistet und können durch den Nutzer ausgewählt werden.

    Wird ein Grund nicht mehr benötigt, soll er vom Nutzer deaktiviert werden. Die inaktiven Gründe verschwenden automatisch aus der Dropdown-Auswahl beim Setzen von Sperren, können aber jederzeit wieder re-aktiviert werden.

    Zukünftig soll es auch möglich sein, die Gründe den unterschiedliche Sperrtypen zuzuordnen.

    Postleitzahl-Ort Bonus

    Auflistung der Postleitzahl-Ort Boni in MBS

    Abbildung. Postleitzahl-Ort Boni.

    Dieser Dialog zeigt die Bonuskonfigurationen, die sich auf Adressgebiete beziehen. Der Button PLZ-Ort Bonus importieren... löscht alle Bonus aus dem System, die mit der Bonus-ID der zu importierenden Bonus übereinstimmen und liest sie neu aus einer Textdatei im CSV - Format. Alle anderen bereits existierenden Bonus bleiben erhalten. Bonus, die noch nicht im System sind, werden hinzugefügt. Der Import erfolgt nebenläufig. Das Ergebnis des Importes findet sich im Dialog Datenimporte.

    Temperaturgebiete

    Übersicht der Temperaturgebiete in MBS

    Abbildung. Temperaturgebiete

    Übersicht der Temperaturgebiete in MBS

    Abbildung. Erstellen oder Ändern eines Temperaturgebiets

    Temperaturgebiete - PLZ-Zuordnung

    Übersicht der Temperaturgebiete in MBS

    Abbildung. Postleitzahl - Zuordnungen zu Temperaturgebieten

    Übersicht der Temperaturgebiete in MBS

    Abbildung. Erstellen oder Ändern einer Postleitzahl - Zuordnung

    Gradtagszahlen

    Übersicht der Temperaturgebiete in MBS

    Abbildung. Gradtagszahlen

    Übersicht der Temperaturgebiete in MBS

    Abbildung. Erstellen oder Ändern einer IST - Gradtagszahl

    Übersicht der Temperaturgebiete in MBS

    Abbildung. Erstellen oder Ändern einer Plan - Gradtagszahl

    Rechnungsaktivierung

    Die unter dem Menüpunkt “Rechnungsaktivierungsregeln” aufgeführten Datensätze, sind die Regeln, die für eine automatische Aktivierung von Rechnungen verwendet werden.

    Unter diesem Menüpunkt, können die bestehenden Regeln bearbeitet, neue erstellt und bereits existierende wieder gelöscht werden.

    Auflistung aller Regeln der Rechnungsaktivierung in MBS

    Abbildung. Regeln zur automatischen Rechnungsaktivierung in myBusiness Supplier.

    Die Regeln enthalten die Parameter, die für die Ermittlung zur automatischen Freigabe von Rechnungen benötigt werden. Sie stellen die Bedingungen für eine automatische Rechnungsfreigabe dar.

    Bearbeiten einer Rechnungsaktivierungsregeln in MBS

    Abbildung. Details einer Rechnungsaktivierungsregeln.

    Der “Name” einer Rechnungsaktivierungsregeln kann frei vergeben werden, sollte jedoch möglichst aussagekräftig sein.

    Als “Wertbestimmung” dürfen nur bestimmte Werte verwendet werden. Sie definieren die Art und Weise, wie die Werte die geprüft werden sollen ermittelt werden. Folgende Werte sind hier möglich:

    • “InvoiceTotalResult”: Dieser Wert gibt an, dass der Gesamtrechnungsbetrag (Rechnungsbetrag abzüglich bezahlter Teilleistungen oder Boni) zur Prüfung verwendet wird.
    • “ContractType”: Dieser Wert (SLP/RLM) bestimmt, dass der Vertragstyp zur Prüfung herangezogen wird.

    Die Methode, mit der die zu prüfenden Werte mit den hier angegeben Werten verglichen werden sollen, muss unter “Vergleich” bestimmt werden. Folgenden Werte sind hier möglich:

    • “GREATER: Der über die Wertbestimmung ermittelt Wert muss größer als der unter “Prüfwert” angegebene sein.
    • “GREATER_EQUALS”: Der über die Wertbestimmung ermittelt Wert muss größer oder gleich als der unter “Prüfwert” angegebene sein.
    • “LOWER”: Der über die Wertbestimmung ermittelt Wert muss kleiner als der unter “Prüfwert” angegebene sein.
    • “LOWER_EQUALS”: Der über die Wertbestimmung ermittelt Wert muss kleiner oder gleich als der unter “Prüfwert” angegebene sein.
    • “EQUALS”: Der über die Wertbestimmung ermittelt Wert muss identisch mit dem unter “Prüfwert” angegebene sein.
    • “CONTAINS”: Der über die Wertbestimmung ermittelt Wert muss den unter “Prüfwert” angegebenen enthalten.
    • “STARTS_WITH”: Der über die Wertbestimmung ermittelt Wert muss mit den unter “Prüfwert” angegebenen beginnen.
    • “ENDS_WITH”: Der über die Wertbestimmung ermittelt Wert muss mit den unter “Prüfwert” angegebenen enden.

    Das Feld “Prüfwert” dient der Angabe des Wertes gegen den die Prüfung vorgenommen werden soll. Die Eingabe unterliegt keinen besonderen Restriktionen.

    Das Feld “Aktiv” gibt an, ob die Regeln aktiviert ist oder nicht. Nicht aktivierte Regeln werden nicht für die automatische Rechnungsaktivierung verwendet.

    Weitere Informationen